DPFA Dresden mit Courage
An der DPFA in Dresden entsteht mit der Projektgruppe „DPFA Dresden mit Courage“ ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Mitbestimmung und Vielfalt.
Die engagierte Schüler:inneninitiative trifft sich alle zwei Wochen dienstags im letzten Unterrichtsblock, um aktuelle Themen zu besprechen, neue Ideen zu entwickeln und konkrete Projekte für die Schulgemeinschaft umzusetzen.
Die Gruppe setzt sich für mehr Toleranz, Akzeptanz und Sichtbarkeit wichtiger gesellschaftlicher Themen ein – direkt aus der Perspektive der Schüler:innen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur demokratische Werte, sondern auch ganz konkrete Verbesserungen für den Schulalltag. Inspiration liefert unter anderem das ausgezeichnete Demokratieprojekt der DPFA: „Demokratie mit Haltung – Projekt Demokratische Muskeln ausgezeichnet“
Was macht die Projektgruppe?
Die Gruppe entwickelt Ideen, plant Aktionen und setzt Projekte um, die das Schulleben aktiv verbessern und gesellschaftliche Themen sichtbar machen.
Zu den aktuellen und bereits umgesetzten Projekten gehören:
- Mitgestaltung des Sommerfestes der DPFA Dresden
- Teilnahme am CSD Dresden 2025, Vorbereitung CSD Dresden 2026
- Aktionen zum Tag der offenen Tür
- Organisation gemeinsamer Schuljahresabschlüsse
- Projektfahrt nach Nünchritz mit kreativem Siebdruck-Workshop
- Planung eines neuen Snackautomaten
- Mitgestaltung eines modernen Aufenthaltsraumes für Schüler:innen
- Einsatz für Unisex-Toiletten
- Bereitstellung von Hygieneprodukten in den Toiletten
- Nachhaltigkeitsprojekt für recycelte Schulbänke
Die Gruppe arbeitet demokratisch, offen und kreativ. Jede Stimme zählt.
Warum ist „Courage“ Teil des Namens?
Der Name steht für Mut, Haltung und Solidarität.
Die Schüler:innen erklären dazu:
„Wir setzen uns nicht nur gegen Diskriminierung ein, sondern auch für alltägliche Schwierigkeiten und Herausforderungen von Schüler:innen. Deshalb gehört Courage zu unserem Namen.“
Die Projektgruppe versteht sich als Stimme für Menschen, die sich oft nicht gehört fühlen. Ziel ist es, eine Schule zu schaffen, in der sich alle willkommen und sicher fühlen.
Warum engagieren sich die Schüler:innen?
Die Motivation innerhalb der Gruppe ist klar: sichtbar sein, unterstützen und gemeinsam etwas verändern.
Eine Schüler:innen-Stimme beschreibt es so:
„Ich bin dabei, um laut zu sein. Ein Zeichen zu setzen und sichtbar zu sein. Ich will meine Stimme für Schwächere erheben. Ich will zeigen, dass niemand mit seinen Problemen allein ist. Wir sind wie eine kleine Familie, in der jede:r herzlich willkommen ist.“
Neben gesellschaftlichen Themen geht es auch um Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Schule.
Nachhaltigkeit und Mitgestaltung an der Schule
Auch Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Aktuell arbeitet die Gruppe an der Idee, gesammeltes Plastik der Schule zu recyceln und daraus neue Sitzflächen für den Außenbereich herzustellen.
Die alten Schulbänke sollen dadurch ein modernes und nachhaltiges „Glow-up“ erhalten.
Warum sind Themen wie Unisex-Toiletten wichtig?
Die Projektgruppe beschäftigt sich intensiv mit Themen rund um Wohlbefinden, Sicherheit und Gleichberechtigung im Schulalltag.
Besonders das Thema Unisex-Toiletten ist vielen Schüler:innen wichtig:
„Unisex-Toiletten sind wichtig für Menschen, die sich nicht oder nicht vollständig mit dem weiblichen oder männlichen Geschlecht identifizieren können. Niemand sollte Angst oder Unsicherheit beim Toilettengang haben.“
Ziel ist eine Schule, in der sich alle unabhängig von Geschlecht oder Identität sicher und respektiert fühlen.
Projektfahrt nach Nünchritz: Kreativität, Teamgeist und neue Ideen
Am 11.04.26 reiste die Projektgruppe nach Nünchritz, um gemeinsam intensiv an ihren Projekten zu arbeiten und den Teamzusammenhalt zu stärken.
Im „Kombi Nünchritz“ stand kreatives Arbeiten im Mittelpunkt: Beim Siebdrucken entstanden individuelle Merch-Produkte der Gruppe. Gleichzeitig wurde an zukünftigen Projekten gearbeitet, neue Ideen gesammelt und über die mögliche Aufnahme ins Netzwerk Courage gesprochen.
Besonders gut gefallen haben den Teilnehmenden das gemeinsame Frühstück, die Arbeit an der Siebdruckmaschine, der kreative Austausch, sowie der Einblick in die Einrichtung. Die Projektfahrt zeigte, wie wichtig gemeinsame Erlebnisse für erfolgreiche Teamarbeit sind.
Vorbereitung auf den CSD Dresden 2026
Auch die Planungen für den Stand zum CSD laufen bereits auf Hochtouren. Gemeinsam überlegt die Gruppe welche Aktionen vom letzten Jahr wieder genutzt werden, wie der Stand gestaltet wird, welche neuen Ideen Aufmerksamkeit schaffen und wie Besucher:innen aktiv eingebunden werden können.
Geplant sind unter anderem: Buttons, Sticker, Snacks, Girlanden und Dekoration, kreative Mitmachaktionen sowie ein sichtbarer „Wow-Effekt“. Dabei geht es vor allem darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und ein Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen.
Am 05. und 6. Juni 2026 wird die Projektgruppe auch in diesem Jahr wieder einen Stand zum CSD Straßenfest haben. Schaut doch gern vorbei auf dem Dresdner Altmarkt.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht!
Die Projektgruppe freut sich jederzeit über neue Mitglieder.
Egal ob kreative Ideen, Organisationstalent oder einfach Interesse an wichtigen gesellschaftlichen Themen – jede:r kann sich einbringen.
„Jede:r ist herzlich willkommen. Wir freuen uns auf neue Gesichter!“



