
Die Erzieherausbildung: Inhalte, Dauer und Ablauf
Die Erzieherausbildung an der DPFA verbindet fachtheoretischen Unterricht mit praktischen Ausbildungsphasen.
Du lernst, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene professionell zu begleiten, Bildungsprozesse zu gestalten und pädagogische Beziehungen aufzubauen.
In Vollzeit dauert die Ausbildung drei Jahre, berufsbegleitend vier Jahre. Der Abschluss ist bundesweit anerkannt.
Wissenschaftliche Theorie und spielerische Praxis
Der Unterricht der Erzieherausbildung ist in einen wissenschaftlich fundierten, theoretischen Teil und einen praktischen Teil unterteilt, bei dem Gelerntes sofort umgesetzt und ausprobiert wird.
Das ist der Grund, warum es in der Erzieherausbildung keine klassischen Schulfächer, sondern Lernfelder gibt. Diese fassen verschiedene theoretische und praktische Inhalte unter einem Thema zusammen.
Verstehen
Du lernst fachliche Grundlagen zu Entwicklung, Bildung, Erziehung, Kommunikation und Beobachtung.
Ausprobieren
Du setzt Methoden praktisch um: kreativ, musisch, bewegungsorientiert, sprachlich oder spielerisch.
Reflektieren
Du lernst, dein pädagogisches Handeln zu begründen, Rückmeldungen aufzunehmen und daraus neue Schritte abzuleiten.
Was lernst du in der Erzieherausbildung?
In der Erzieherausbildung lernst du, pädagogisch zu handeln, Gruppen zu begleiten, Bildungsangebote zu planen,
Entwicklungsprozesse zu beobachten und mit Familien sowie Fachkräften zusammenzuarbeiten.
- Pädagogische Beziehungen gestalten
- Entwicklung von Kindern und Jugendlichen verstehen
- Bildungsangebote planen
- Kreativität, Sprache, Bewegung und Spiel fördern
- besondere Lebenssituationen begleiten
- Elternarbeit und Teamarbeit
- Qualität sichern und reflektieren
- Facharbeit erstellen
Die Lernfelder in der Erzieherausbildung
Berufliche Identität und professionelle Perspektiven entwickeln.
Pädagogische Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse begleiten.
Die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen analysieren, strukturieren und mitgestalten.
Bildungs- und Entwicklungsprozesse anregen und unterstützen.
Kulturelle Ausdrucksmöglichkeiten und Kreativität weiterentwickeln.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei der Bewältigung besonderer Lebenssituationen unterstützen.
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften initiieren und mitgestalten.
Im Team zusammenarbeiten, Qualität sichern und weiterentwickeln sowie im Berufsfeld kooperieren.
Facharbeit erstellen.
Übrigens: Das Ausbildungsjahr richtet sich nach den Terminen des Schuljahres, wie du es von allgemeinbildenden Schulen kennst.
Das bedeutet: Es gibt auch Ferien!

Die Praxis der Erzieherausbildung: Berufspraktika
Während der Erzieherausbildung bei der DPFA wird viel Wert auf praktische Übungen gelegt. Dennoch gehören Berufspraktika zum Ausbildungsplan.
33
Wochen Praktikum insgesamt
11
Wochen Praktikum
pro Ausbildungsjahr
1
Prüfungspraktikum
zum Schluss
- insgesamt 33 Wochen Berufspraktika
- pro Ausbildungsjahr ein Blockpraktikum von jeweils 11 Wochen
- letztes Praktikum = Prüfungspraktikum
- verschiedene Altersgruppen und Arbeitsfelder
Wie lange dauert die Erzieherausbildung?
Die Erzieherausbildung ist in Vollzeit und berufsbegleitend möglich. Je nach Ausbildungsform unterscheidet sich die Dauer.
Für die Erzieherausbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Vollzeit = 3 Jahre und berufsbegleitend = 4 Jahre.
So läuft die Erzieherausbildung in Vollzeit ab
1. Ausbildungsjahr
Grundlagen, pädagogische Beziehungen, erstes Berufspraktikum.
2. Ausbildungsjahr
Vertiefung, Bildungsangebote, Arbeit mit unterschiedlichen Altersgruppen.
3. Ausbildungsjahr
Prüfungspraktikum, Facharbeit, schriftliche und praktische Prüfungen.
Berufsbegleitende Erzieherausbildung = 4 Jahre
Gut zu wissen
- dauert vier Jahre
- Arbeit in Praxiseinrichtung
- Unterricht an zwei Tagen oder Blockmodell je Standort
- mindestens 20 Stunden Praxis pro Woche
- Fremdpraktikum 440 Stunden / elf Wochen
- Doppelbelastung beachten
- Gehalt über Arbeitgeber
Das spricht dafür:
- Du bekommst ein
Gehalt.
Deine Tätigkeit in der Praxiseinrichtung wird von deinem Arbeitgeber vergütet.
Das solltest du beachten:
- Vier Jahre Doppelbelastung
Die Ausbildung zieht sich über vier Jahre, in denen du die Doppelbelastung von Job und Schule unter einen Hut bringen musst.
Vergleich: Vollzeit oder Berufsbegleitend?
Vollzeit
Dauer
3 Jahre
Vergütung
keine Ausbildungsvergütung
Praxis
33 Wochen Blockpraktika
Belastung
Fokus auf Ausbildung
Geeignet für
Menschen, die sich vollständig auf die Ausbildung konzentrieren möchten
Berufsbegleitend
Dauer
4 Jahre
Vergütung
Gehalt über Arbeitgeber
Praxis
Arbeit in der Praxiseinrichtung + Fremdpraktikum
Belastung
Doppelbelastung Arbeit + Schule
Geeignet für
Menschen mit passender Praxisstelle/Arbeitgeber
Welche Schule darf's denn sein?
Die Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin und zum staatlich anerkannten Erzieher erfolgt in Sachsen an Fachschulen für Sozialwesen. Diese können sich in staatlicher oder in freier Trägerschaft (Privatschule) befinden. Fachschulen für Sozialwesen in staatlicher Trägerschaft sind kostenfrei, ebenso wie die der DPFA.
Egal, ob staatlich oder privat - wichtig ist vor allem die Qualität der Ausbildung.
So findest du deine Schule:
- Frag ehemalige Schüler,
- recherchiere im Internet nach Erfahrungsberichten,
- geh auf Berufsorientierungsmessen und
- nutze unbedingt die "Tage der offenen Türen" oder Info-Tage, die nahezu alle Schulen immer wieder anbieten.
Dein Abschluss nach der Erzieherausbildung
Wo gilt mein Berufsabschluss?
Dein an einer sächsischen Fachschule für Sozialwesen erworbener Abschluss zur Staatlich anerkannten Erzieherin und zum staatlich anerkannten Erzieher gilt in allen Bundesländern.
Ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Bundesländern: Wer sich in Sachsen zum Erzieher ausbilden lässt, muss kein Anerkennungsjahr ableisten. Das Berufspraktikum ist in die Ausbildung integriert und gilt mit den Abschlussprüfungen als abgeleistet.
Du kannst also sofort voll und ganz in den Beruf einsteigen!
Kann ich mich weiterqualifizieren?
Ja! Es gibt zahlreiche Qualifizierungen und Weiterbildungen, wie etwa zum Kindertagesstättenleiter und Praxisanleiter.
Dein Abschluss als staatlich anerkannte:r Erzieher:in ist dem DQR-/EQR-Niveau 6 zugeordnet. Damit liegt er auf demselben Kompetenzniveau wie ein Bachelorabschluss, ersetzt jedoch keinen akademischen Bachelorabschluss. Als beruflich Qualifizierte:r kannst du grundsätzlich auch ein Studium aufnehmen.
Auf deinem Abschlusszeugnis wird dies ebenso vermerkt, wie die entsprechende europäische Zuordnung EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen).
Damit ist die Vergleichbarkeit sowohl in Deutschland als auch innerhalb der EU möglich.
Möchtest du nach deinem Abschluss tatsächlich im Ausland arbeiten, solltest du dich zur Anerkennung der Ausbildung gezielt und individuell informieren und beraten lassen. Stichwort Europass!
10 Fragen und Antworten: Die Inhalte der Erzieherausbildung
Je nachdem, ob du die Erzieherausbildung in Vollzeit oder neben dem Beruf absolvierst, dauert sie 3 Jahre (Vollzeit) oder 4 Jahre (berufsbegleitend).
In der Erzieherausbildung lernst du, pädagogisch zu handeln.
Dabei geht es unter anderem darum, Gruppen zu begleiten, zu verstehen, was Bildungsangebote sind und wie sie erstellt sowie umgesetzt werden.
Du lernst außerdem Entwicklungsprozesse zu beobachten und mit Familien sowie Fachkräften zusammenzuarbeiten.
Insgesamt stehen drei Berufspraktika auf dem Programm = 33 Wochen, die du während deiner Erzieherausbildung nicht in der Schule, sondern draußen in der Praxis verbringst.
Pro Jahr deiner Erzieherausbildung steht ein Blockpraktikum von jeweils elf Wochen auf dem Programm.
Dabei werden die wichtigsten Einsatzorte bzw. verschiedene Altersgruppen von Erzieherinnen und Erziehern erprobt.
Den Abschluss bildet dabei das Prüfungspraktikum im letzten Jahr deiner Ausbildung.
Während des Prüfungspraktikums der Erzieherausbildung sollst du beweisen, dass du eine sozialpädagogische Gruppe selbstständig und fachgerecht leiten kannst.
Dafür arbeitest du während deines Prüfungspraktikums, zumeist im letzten Ausbildungsjahr, eng mit deiner Praxiseinrichtung zusammen.
Den Abschluss bildet dabei ein Prüfungstag, an dem deine Fachprüfer dich in deiner Praxiseinrichtung besuchen, beobachten und im Rahmen eines Prüfungsgesprächs prüfen.
Der konkrete Ablauf wird euch zu Beginn eures letzten Ausbildungsjahres genau erläutert und ihr könnt auch immer nachfragen.
Kurz gesagt:
Vollzeitausbildung bedeutet, dass du deine Erzieherausbildung in drei Jahren absolvierst, dabei einen ausführlichen berufspraktischen Anteil hast und leider keine Vergütung in dieser Zeit bekommst.
Berufsbegleitende Ausbildung bedeutet, dass du, während du etwa in einem Hort oder einer Jugendeinrichtung arbeitest, die Erzieherausbildung innerhalb von vier Jahren absolvierst. Während dieser Zeit bekommst du ein Gehalt.
Ja und nein.
Wer seine Erzieherausbildung in Vollzeit absolviert, kann beispielsweise BAföG beantragen. Ein reguläres Gehalt oder ähnliches gibt es nicht.
Wer seine Erzieherausbildung berufsbegleitend absolviert, bekommt ein Gehalt.
Du schließt die Ausbildung als staatlich anerkannte:r Erzieher:in mit dem Bachelor Professional in Sozialwesen ab.
Der Abschluss ist bundesweit anerkannt und dem DQR-/EQR-Niveau 6 zugeordnet.
Als beruflich Qualifizierte:r kannst du grundsätzlich auch ein Studium aufnehmen; die konkreten Zulassungsvoraussetzungen legt die jeweilige Hochschule fest.
Die Erzieherausbildung in Sachsen benötigt kein Anerkennungsjahr.


